Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Text: Christiane Ziller (mit fachlicher Beratung des Historikers Jan Feustel †)
Fotos: Christiane Ziller

Chronik

Die Zühlsdorfer Kirche im Wandel der Zeit

 

1375

erste – sichere – urkundliche Erwähnung des Ortes Zühlsdorf, damals als „Czulstorff“, im Landbuch von Kaiser Karl IV. Von Anfang an hat das Dorf eine Pfarrstelle.

1459

wird Zühlsdorf ausdrücklich als Kirchdorf genannt. 15. Jh. Während der großen Pestwelle verödet etwa die Hälfte der Feldmark, ein Schlag, von dem sich das Dorf lange nicht erholt. Zühlsdorf bleibt eines der ärmsten Dörfer der Region.

1541

bei der sogenannten „Kirchenvisitation“ wird Zühlsdorf erstmals als filia („Tochter“) von Zehlendorf/Barnim aufgeführt. Seit der Reformation (um 1525) ist die Gemeinde lutherisch.

1652

(andere Quellen sagen 1654) wird Zühlsdorf von Luise Henriette, Gattin des Großen Kurfürsten, aufgekauft. Sie siedelt holländische und friesische Kolonisten an, die ihren eigenen – reformierten – Pfarrer mitbringen. Bis 1755 wird nun nach beiden Bekenntnissen gelebt, ein Kuriosum in der Kirchengeschichte.

1668

Da nach dem 30jährigen Krieg Dorf und Kirche total verwüstet sind, wird mit einem Neubau als einfache rechteckige Fachwerkkirche begonnnen. Die spartanische Innenausstattung folgt dem reformierten Bekenntnis.

1773

(lt. anderer Quelle erst nach 1800) Zühlsdorf wird als „filia“ zu Wandlitz gelegt.

1775

wird nachträglich ein massiver Kirchturm mit flachem Dach angebaut.

1901

Mit der Eröffnung der Heidekrautbahn erhält Zühlsdorf einen Bahnhof und wird zum beliebten Ausflugsort, was u.a. einen verstärkten Zuzug zur Folge hat.

1902

Fachgutachter kommen zu dem klaren Urteil: die Fachwerkkirche sei „vollständig baufällig und für den Abbruch reif“.

1903

beschließen die Gemeindemitglieder den Abriss der alten und einen Neubau der Kirche. Geld ist allerdings nicht vorhanden.

1909

Nach diversen Auseinandersetzungen mit den zuständigen Ministerien und der Denkmalpflege (!) wird der Grundstein gelegt. Die Finanzierung übernimmt der preußische Staat. Die Gemeinde beteiligt sich mit „Hand- und Spanndiensten“.

1910

Einweihung der neuen Kirche am 22. September.

2000-05

Sanierung des Kirchendaches, des Innenraumes und der Turmuhr, Einbau eines elektronischen Glockenwerkes mit Wiedereinführung des samstäglichen 18:00 Uhr - Läutens

2004

Einweihung der neuen Orgel mit einem Festgottesdienst

2008

1. Sommerkonzert zum Abschluss des Heidefestes

Letzte Änderung am: 31.03.2017